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Im Bibelflash:

Psalm 145

gesendet am 19. Februar 2017 von Jens R. Göbel
 

 

Wie ist eigentlich Gott? Ist er der Strenge, Unnahbare, der durch Opfer besänftigt werden muss? Oder ist er eher die „ruhige Hand“, die sich weitgehend aus dem Weltgeschehen heraushält? Mit dieser zentralen Frage beschäftigt sich Psalm 145. Der Psalmist hat darin seine Erfahrungen mit Gott zusammengefasst und kann somit ein Bild aus erster Hand vermitteln.

Zunächst sieht er Gottes Größe und überragenden Fähigkeiten schon mal an der Natur, an seiner Schöpfung (Vers 4). Gleichzeitig sieht er aber auch Gottes aktives Handeln im Weltgeschehen. Gott kümmert sich um uns Menschen und steht treu zu jedem seiner Leute (Vers 7). Obwohl Gott alle Macht hat und absolut gerecht ist (Vers 17), ist er auch gnädig und barmherzig (Vers 8). Er ist gütig und kümmert sich um jedes Geschöpf (Verse 9 u. 15). Gott geht sogar noch weiter. Er führt jeden durchs Leben, der es zulässt und lässt ihn dabei reifen (Vers 14). Er beschützt, die ihn lieben und vernichtet deren Feinde (Vers 20). Ja, Gott erfüllt seinen Leuten ihre tiefsten Wünsche ( Vers 19).

Wunderbare, einzigartige Eigenschaften. Ganz andere als die Götter der Religionen dieser Welt, oder der selbsternannten Götter. Verständlich, dass der Psalmist ins Loben kommt. Die große Frage ist nun, wie man zu Gott gehören kann. Was muss man tun, um unter seinem Schutz und seiner Fürsorge zu stehen? Dazu sagt auch Psalm 145:

„Nahe ist der Herr denen, die zu ihm rufen,
allen, die ihn aufrichtig anrufen.“

Psalm 145, 18

Gott ist nur ein Gebet entfernt. Wir dürfen ihn einfach ansprechen und er hört uns. Was "aufrichtig" oder "in Wahrheit" bedeutet, führt z.B. der Apostel Johannes aus. Es bedeutet Jesus in sein Leben aufgenommen zu haben und damit Jesu Geist, Gottes Geist in sich zu haben (1. Johannes 5,6). Er schafft eine lebendige Verbindung, die uns Gott trotz aller Widrigkeiten erkennen lässt.
Laden wir also Jesus ein, Herr über unser Leben zu sein und in uns zu wohnen! (Johannes 16,13)

Jens R. Göbel, 18.02.2017